15. Juni 2026

Zehn Jahre Provisorium sind genug – Brücke in Birresdorf darf nicht länger Symbol für staatliche Handlungsunfähigkeit bleiben

Die CDU-Graf­­schaft unter­stützt die For­de­rung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nach einem zügi­gen Wie­der­auf­bau der im Jahr 2016 zer­stör­ten Brü­cke in Bir­res­dorf und for­dert schnel­le Ent­schei­dun­gen. Zehn Jah­re nach dem Scha­den gibt es noch immer kei­ne dau­er­haf­te Lösung. Statt­des­sen müs­sen die Men­schen vor Ort wei­ter­hin mit einem ein­spu­ri­gen Pro­vi­so­ri­um leben.

Im Rah­men der heu­ti­gen Kund­ge­bung mach­ten Orts­vor­ste­her Uwe Igel­mund, Bür­ger­meis­ter Achim Juchem und der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gui­do Orthen deut­lich, dass die anhal­ten­den Ver­zö­ge­run­gen für vie­le Men­schen nicht mehr nach­voll­zieh­bar sind.

Die Brü­cke ist längst zu einem Sym­bol gewor­den – nicht nur für Bir­res­dorf, son­dern für die Fra­ge, ob unser Staat noch in der Lage ist, not­wen­di­ge Infra­struk­tur­pro­jek­te in ange­mes­se­ner Zeit umzu­set­zen“, erklärt Maik Hint­ze, Vor­sit­zen­der der CDU-Grafschaft.

Aus Sicht der Christ­de­mo­kra­ten zeigt der Fall exem­pla­risch, wie kom­ple­xe Ver­fah­ren, lang­wie­ri­ge Abstim­mun­gen und eine zuneh­men­de Absi­che­rungs­kul­tur Ent­schei­dun­gen ver­zö­gern. Dabei gehe es nicht um den Ver­zicht auf not­wen­di­ge Prü­fun­gen, son­dern um die Fähig­keit, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und Ver­fah­ren effi­zi­ent zu gestalten.

Gui­do Orthen mach­te in sei­nem Bei­trag deut­lich, dass Poli­tik den Men­schen gegen­über ehr­lich sein müs­se. Wer ver­spre­che, sich um die Anlie­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu küm­mern, müs­se auch die Vor­aus­set­zun­gen schaf­fen, damit Pro­ble­me tat­säch­lich gelöst wer­den kön­nen. Zu oft ent­ste­he heu­te der Ein­druck, dass nie­mand mehr bereit sei, die letz­te Unter­schrift zu set­zen – aus Sor­ge vor mög­li­chen Feh­lern oder spä­te­rer Kri­tik. Dies füh­re dazu, dass Ent­schei­dun­gen immer wei­ter hin­aus­ge­scho­ben würden.

Für die CDU-Graf­­schaft ist des­halb klar: Rhein­­land-Pfalz braucht einen kon­se­quen­ten Büro­kra­tie­ab­bau, schnel­le­re Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und mehr Ver­trau­en in die Ver­ant­wort­li­chen vor Ort. Der Staat muss wie­der hand­lungs­fä­hi­ger wer­den. Gera­de im länd­li­chen Raum erwar­ten die Men­schen zu Recht, dass Infra­struk­tur erhal­ten und erneu­ert wird, ohne dass Pro­jek­te über Jah­re oder gar Jahr­zehn­te in Ver­fah­ren feststecken.

 Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren viel Geduld bewie­sen. Jetzt ist es an der Zeit, dass den Ankün­di­gun­gen kon­kre­te Taten fol­gen. Die Men­schen vor Ort ver­die­nen eine dau­er­haf­te Lösung und kei­ne wei­te­ren Jah­re des War­tens. Nach­dem vor weni­gen Tagen der Geneh­mi­gungs­be­scheid zum Neu­bau des Hoch­was­ser­rück­hal­te­be­cken ein­ge­gan­gen ist, müs­sen nun Details der Lan­des­för­de­rung zügig abge­stimmt wer­den. Erst dann kön­nen Aus­schrei­bun­gen und anschlie­ßend die Beauf­tra­gung von Unter­neh­men für die Umset­zung erfolgen.