3. März 2021

Michael Schneider (CDU): SPD-Grafschaft erweckt falschen Anschein – Land gibt keinen Euro Zuschuss – „Danke für Nichts“: Bund gibt 3,5 Milliarden Euro für Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen

Man reibt sich mit Ver­wun­de­rung die Augen über die Dreis­tig­keit der SPD-Graf­­schaft, För­der­mit­tel des Lan­des Rhein­­land-Pfalz für den Aus­bau der Ganz­tags­grund­schu­len anzu­kün­di­gen,“ so der Graf­schaf­ter CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de Micha­el Schnei­der und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU im Gemein­de­rat, Klaus Huse. Sie neh­men damit Stel­lung zu jüngs­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen der ört­li­chen Sozi­al­de­mo­kra­ten in die­ser Sache. Nach SPD-Les­art „gewährt das Land Rhein­­land-Pfalz im Rah­men der ver­füg­ba­ren Haus­halts­mit­tel Finanz­mit­tel für das Inves­ti­ti­ons­pro­gramm zum beschleu­nig­ten Infra­struk­tur­aus­bau der Ganz­ta­ges­be­treu­ung für Grund­schul­kin­der in einer Gesamt­hö­he von 36 Mil­lio­nen Euro.“

Die Wahr­heit sieht jedoch anders aus,“ so Micha­el Schnei­der. „Das Land Rhein­­land-Pfalz gibt kei­nen ein­zi­gen Euro Zuschuss zu die­sen Maß­nah­men. Der Bund hat auf­grund des Koali­ti­ons­ver­tra­ges ein Son­der­ver­mö­gen von ins­ge­samt 3,5 Mil­lio­nen auf­ge­legt, aus dem er sol­che Maß­nah­men för­dert. In einer Form von Groß­manns­sucht ver­teilt nun offen­bar die SPD-geführ­­te Lan­de­re­gie­rung in Mainz die­se Gel­der aus Ber­lin und ver­kauft sie als eige­ne Wohl­tat. Welch ein merk­wür­di­ger Zufall, dass man sich sei­tens der Sozial­demokraten gera­de in der hei­ßen Zeit des Land­tags­wahl­kamp­fes mit frem­den Federn schmückt.“

Auch der inter­ne Ablauf spricht nach Auf­fas­sung der Christ­de­mo­kra­ten Bän­de. Bür­ger­meis­ter Aachim Juchem hat­te die Frak­tio­nen am 12. März über sei­ne Plä­ne infor­miert, aus die­sem För­der­topf Mit­tel für die Graf­schaft abzu­ru­fen, natür­lich vor­be­halt­lich des Beschlus­ses des Gemein­de­ra­tes. Prompt presch­te die SPD-Graf­­schaft vor und lan­cier­te dann ihre Pres­se­mit­tei­lung als eige­ne Idee. „Ein­fach nur pein­lich,“ so der Kom­men­tar der CDU-Graf­­schaft dazu.

Zur His­to­rie: der Deut­sche Bun­des­tag hat das Gesetz zur Errich­tung des Son­der­ver­mö­gens „Aus­bau ganz­tä­gi­ger Bil­­dungs- und Betreu­ungs­an­ge­bo­te für Kin­der im Grund­schul­al­ter“ Ende 2020 beschlos­sen und ins­ge­samt 3,5 Mil­li­ar­den Euro dafür bereit­ge­stellt. Unter­stützt wer­den daher gebun­de­ne Ganz­tags­schu­len eben­so wie frei­wil­li­ge Ange­bo­te. Bis zum Jahr 2025 soll damit zusam­men­hän­gend ein Rechts­an­spruch auf Ganz­tags­be­treu­ung für Kin­der im Grund­schul­al­ter geschaf­fen wer­den. Es war von Anfang an auf Sei­te des Bun­des klar, dass es eines gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Kraft­akts bedür­fe und dem­entspre­chend Bund, Län­der und Kom­mu­nen auch ihren Bei­trag leis­ten müs­sen. „Den Kraft­akt leis­ten jetzt der Bund mit 70 Pro­zent der Inves­ti­ti­ons­kos­ten und die Kom­mu­ne mit 30 Pro­zent Eigen­an­teil,“ so Micha­el Schnei­der und Klaus Huse. „Also wie­der ein­mal dan­ke für ´Nichts‘ an die SPD!“

In der Sache haben wir als CDU-Frak­­ti­on im Gemein­de