7. Okto­ber 2020

Grafschafter CDU fordert Entlastung der Eigentumsbesitzer: Keine wiederkehrenden Straßenbaubeiträge

In der letz­ten Gemein­de­rats­sit­zung for­der­ten die Graf­schaf­ter Sozi­al­de­mo­kra­ten als ers­te Frak­ti­on im Kreis Ahr­wei­ler die Umset­zung des neu­en Geset­zes der SPD-geführ­­ten Lan­des­re­gie­rung, das die Ein­füh­rung wie­der­keh­ren­der Stra­ßen­bau­bei­trä­ge beinhal­tet. Die Graf­schaf­ter CDU kri­ti­siert die­ses Vor­ge­hen der SPD Graf­schaft aufs Schärfs­te. „Gera­de in der jet­zi­gen Zeit ange­sichts der momen­ta­nen Coro­­na-Situa­­ti­on, die für vie­le sowie­so schon Abstri­che bedeu­tet, ist es ein Unding, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit solch erheb­li­chen Beträ­gen zusätz­lich zu belas­ten“, so der Vor­sit­zen­de Micha­el Schnei­der. Unter­stüt­zung erhält die CDU-Frak­­ti­on hier­bei von ihrer Land­tags­frak­ti­on, ver­tre­ten durch Gui­do Ernst, die die Abschaf­fung der Stra­ßen­bau­bei­trä­ge ver­langt. „Weder wie­der­keh­ren­de noch ein­ma­li­ge Bei­trä­ge sind aus unse­rer Sicht zeit­ge­mäß“, so Ernst.

Die Stra­ßen wer­den immer mehr in Anspruch genom­men, was umfang­rei­che­re Erneue­rungs­maß­nah­men in kür­ze­rer Zeit bedeu­tet. Sie sind ein Teil der Infra­struk­tur, somit fal­len sie ein­deu­tig in den Auf­ga­ben­be­reich des Lan­des bezie­hungs­wei­se des Staa­tes. Im Nach­bar­bun­des­land Baden-Wür­t­­te­m­­berg bei­spiels­wei­se war so ein bür­ge­run­so­zia­les Bei­trags­sys­tem noch nie ein Thema.

CDU-Lan­d­­tags­­­kan­­di­­da­­tin Petra Schnei­der, die im nächs­ten Jahr die Christ­de­mo­kra­ten im Main­zer Land­tag ver­tre­ten möch­te, mach­te deut­lich, dass sie bei der kom­men­den Wahl mit der Inten­ti­on antritt, das neue Gesetz der Lan­des­re­gie­rung zur Ein­füh­rung wie­der­keh­ren­der Stra­ßen­bau­bei­trä­ge noch zu kippen.

In der Graf­schaf­ter Gemein­de­rats­sit­zung wur­de der Antrag der SPD vor­erst mehr­heit­lich abge­lehnt. Eine dau­er­haf­te Ver­hin­de­rung des Geset­zes, wonach sich Eigen­tums­be­sit­zer an Stra­ßen­bau­maß­nah­men betei­li­gen müs­sen, wäre aller­dings nur bei einem Wech­sel der Lan­des­re­gie­rung in Mainz garantiert.

Micha­el Schnei­der und Mar­cel Wer­ner, die die Graf­schaf­ter CDU im Kreis­tag reprä­sen­tie­ren, spra­chen bei der letz­ten Kreis­tags­sit­zung mit ihren Kol­le­gen aus dem Kreis Ahr­wei­ler, um die kom­mu­na­len Rats­frak­tio­nen hin­sicht­lich die­ser Ange­le­gen­heit zu sen­si­bi­li­sie­ren. Sie wol­len sich auch in Zukunft dafür ein­set­zen, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wei­ter­hin so weit wie mög­lich finan­zi­ell zu entlasten.

CDU-Kreis­­frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­der Karl-Heinz Sund­hei­mer lob­te den bür­ger­na­hen Weit­blick, den sei­ne Kol­le­gen in der Graf­schaft bei ihrer Initia­ti­ve bewie­sen haben, und erklärt wei­ter: „Die Christ­de­mo­kra­ten im gesam­ten Kreis müs­sen auch zukünf­tig wach­sam blei­ben, denn es bleibt zu befürch­ten, dass noch wei­te­re SPD-Frak­­ti­o­­nen in ihren Kom­mu­nen einen ver­gleich­ba­ren Antrag vor­brin­gen werden.“