13. März 2018

Eine besondere Mitgliedschaft: Gemeinde Grafschaft plant Beitritt zum Hospiz-Verein Rhein-Ahr

Eine stol­ze Dele­ga­ti­on aus der Gemein­de Graf­schaft hat der Vor­stand des Hos­­piz-Ver­­eins Rhein-Ahr in den Räu­men des sta­tio­nä­ren Hos­pi­zes im Ahr­tal emp­fan­gen. Der Grund war ein beson­de­rer: Auf Antrag der CDU-Frak­­ti­on im Gemein­de­rat möch­te die Gemein­de Graf­schaft dem Hos­­piz-Ver­­ein als Mit­glied bei­tre­ten und dafür einen jähr­li­chen Mit­glieds­bei­trag von 5000 Euro zahlen.

Der Hos­­piz-Ver­­ein leis­tet seit lan­gen Jah­ren einen unschätz­ba­ren Dienst für die Mit­men­schen im Kreis Ahr­wei­ler. Auch vie­le Bür­ger der Gemein­de Graf­schaft erfah­ren hier Unter­stüt­zung und Zuwen­dung“, erklär­ten die Gäs­te aus der Graf­schaft. Neben der pal­­li­a­­tiv-medi­­­zi­­ni­­schen Beglei­tung und see­li­schen Betreu­ung von Men­schen am Ende ihres Lebens stün­den auch Ange­bo­te für trau­ern­de Ange­hö­ri­ge. Bei­de Aspek­te inter­es­sier­ten die Ver­tre­ter der Gemein­de Graf­schaft im Gespräch mit dem Vor­stand des Hos­­piz-Ver­­eins um die Vor­sit­zen­de Ulri­ke Dobro­wol­ny und deren Stell­ver­tre­te­rin Hil­de­gard Schnei­der, gera­de auch weil es etwa in der länd­li­chen Gemein­de Graf­schaft kein Senio­ren­heim gebe und die Ange­bo­te für Senio­ren wei­ter aus­ge­baut wer­den sol­len, weil die Bür­ger auch im Alter in ihren Kom­mu­nen blei­ben wol­len. Zum einen gebe es in der Graf­schaft bis­her das — aller­dings zeit­lich begrenz­te — Pro­jekt „Älter wer­den in der Graf­schaft“. Zum ande­ren soll „ein sozia­ler Küm­me­rer“ ein­ge­stellt wer­den, der sich als Ansprech­part­ner für älte­re Men­schen deren belan­gen wid­met und sie berät. „Wei­te­rer Mosa­ik­stein in Gesamt­bild“ soll nach Anga­ben von Micha­el Schnei­der, Kreis­ge­schäfts­füh­rer der CDU und Vor­sit­zen­der der CDU Graf­schaft, und Klaus Huse, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­­ti­on im Gemein­de­rat Graf­schaft, die Mit­glied­schaft im Hos­­piz-Ver­­ein bil­den: bei der Betreu­ung Schwer­kran­ker und Ster­ben­der und bei der Trauerarbeit.

Dazu passt, dass der Hos­­piz-Ver­­ein Rhein-Ahr den Aus­bau der hos­piz­lich ambu­lan­ten Bera­tung durch eine spe­zi­el­le Fach­kraft ab April plant, die auch dezen­tral arbei­tet, wie die Vor­sit­zen­de Ulri­ke Dobro­wol­ny aus­führ­te. Mobi­le pal­lia­ti­ve Bera­tung kön­ne es dann mög­li­cher­wei­se auch auf der Graf­schaft geben. „Unser Ziel ist es, das The­ma Tod uns Ster­ben zurück ins Leben und in die Gesell­schaft zu holen“, erklär­te Dobro­wol­ny. Hil­de­gard Schnei­der stell­te die Bedeu­tung der Ver­net­zung der dabei betei­lig­ten Akteu­re und Diens­te her­aus. So ergänz­ten sich die Ange­bo­te der Pal­lia­tiv­sta­ti­on des Rema­ge­ner Kran­ken­hau­ses, der ambu­lan­ten Diens­te von Ehren­amt­li­chen und Haupt­amt­li­chen des Hos­­piz-Ver­­eins und des sta­tio­nä­ren Hos­pi­zes: „Wir sind nicht Kon­kur­ren­ten son­dern Kollegen.“

Für den Hos­­piz-Ver­­ein bil­det eine der­ar­ti­ge Mit­glied­schaft wie die der Gemein­de auch eine ver­läss­li­che Säu­le bei der Finan­zie­rung der Ange­bo­te. So muss der Hos­­piz-Ver­­ein Rhein-Ahr als einer der Trä­ger des sta­tio­nä­ren Hos­pi­zes laut Gesetz jedes Jahr fünf Pro­zent der Unter