3. Febru­ar 2017

CDU-Grafschaft wird alle Kräfte bündeln, um eine Deponie in der Leimersdorfer Tongrube zu verhindern: „Das Vorgehen der Landesbehörden ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten“

Wor­auf sich in der Gemein­de Graf­schaft lan­ge Zeit die ban­gen Bli­cke rich­te­ten, ist nun ein­ge­tre­ten: der Antrag des Betrei­bers auf Ein­rich­tung einer Son­der­müll­de­po­nie in der aus­ge­beu­te­ten Ton­gru­be Lei­mers­dorf liegt auf dem Tisch. „Die CDU im Gemein­de­rat Graf­schaft wen­det sich mit höchs­ter Ent­schie­den­heit gegen die­se Plä­ne und tritt dafür ein, alle nur denk­ba­ren Mög­lich­kei­ten gegen die­ses Vor­ha­ben aus­zu­schöp­fen,“ so der Graf­schaf­ter CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de Micha­el Schnei­der und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Christ­de­mo­kra­ten im Gemein­de­rat, Klaus Huse, übereinstimmend.

Mit einem 6‑Pun­k­­te-Pro­­­gramm wird sich die Gemein­de Graf­schaft gegen ein Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zur Errich­tung und zum Betrieb einer Depo­nie in der Ton­gru­be Lei­mers­dorf zur Wehr setz­ten, so die Beschluss­la­ge jetzt im Graf­schaf­ter Bau­aus­schuss. Mit Schrei­ben vom 17.1.2017 hat­te die Stru­k­­tur- und Geneh­mi­gungs­di­rek­ti­on Nord (SGD) mit Sitz in Koblenz die Gemein­de Graf­schaft am Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren betei­ligt. Eine Stel­lung­nah­me wur­de bis zum 28.2.2017 (Kar­ne­vals­diens­tag) erwar­tet. Es han­delt sich aber nicht um einen Kar­ne­vals­scherz, son­dern um bit­te­re Rea­li­tät. Meh­re­re hun­dert Sei­ten an fach­li­chen Aus­füh­run­gen im Depo­nie­an­trag soll­ten bin­nen kür­zes­ter Zeit gemein­de­sei­tig aus­ge­wer­tet wer­den, so Micha­el Schnei­der. „Die­ses Vor­ge­hen der Lan­des­be­hör­den ist an Dreis­tig­keit nicht zu überbieten.“

Das im vori­gen Jahr von der SPD-Lan­­des­­re­­gie­­rung beschlos­se­ne und als Mei­len­stein trans­pa­ren­ter Poli­tik ver­kün­de­te Trans­pa­renz­ge­setz wird hier zu einer rei­nen Far­ce degra­diert. Die Bür­ge­rin­nen in Lei­mers­dorf und den benach­bar­ten Orten wer­den nun ent­täuscht sein, denn es ist nicht heu­te nicht mehr zu erken­nen, dass alle Ent­schei­dungs­trä­ger die Besorg­nis des Rates der Gemein­de Graf­schaft, die in der Reso­lu­ti­on vom 30.7.2014 zum Aus­druck kommt, sehr ernst neh­men wer­den. Dies wur­de der Gemein­de noch im Schrei­ben vom 15.10.2014 vom Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Kli­ma­schutz, Ener­gie und Lan­des­pla­nung zugesagt.

Eine fun­dier­te und detail­lier­te Stel­lung­nah­me in die­ser kur­zen Zeit zu fer­ti­gen und in den poli­ti­schen Gre­mi­en zu bra­ten, ist schier unmög­lich, so die Graf­schaf­ter CDU. Wel­che Rol­le spielt hier die Lan­des­re­gie­rung? Wel­che Rol­le das zustän­di­ge Minis­te­ri­um? Unter Trans­pa­renz stel­len sich die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger etwas ande­res vor. „Wir wer­den