18. Juli 2016

Frauen Union lädt zu Vortrag und Diskussion am 7. September in die Grafschaft ein: Das Trauma der Flüchtlinge – Was können wir tun?

Das Flücht­lings­the­ma ist momen­tan in Deutsch­land und Euro­pa über­all prä­sent. Vie­le Fra­gen, bei­spiels­wei­se zur Unter­brin­gung oder zur recht­li­chen Lage wer­den in die­sem Zusam­men­hang immer wie­der dis­ku­tiert. Was bis­her jedoch noch zu wenig Beach­tung in der Debat­te fin­det, ist das Trau­ma, das bei vie­len Flücht­lin­gen in der Hei­mat oder auf dem gefähr­li­chen Weg in ein siche­res Land ent­stand. Mit die­ser The­ma­tik beschäf­tigt sich ein The­men­abend der Frau­en Uni­on Graf­schaft unter dem Titel „Trau­ma der Flücht­lin­ge – Was kön­nen wir tun“, zu dem alle inter­es­sier­ten Bürger/innen, Ver­ei­ne, Kin­der­gär­ten, Schu­len und sons­ti­ge Insti­tu­tio­nen herz­lich ein­ge­la­den sind. . Die Ver­an­stal­tung wird am 7. Sep­tem­ber 2016 um 18:30 Uhr in der Gast­stät­te „Meat & More“, Mit­tel­stra­ße 12, 53501 Graf­­schaft-Vet­­tel­ho­­ven, stattfinden.

Ver­ge­wal­ti­gun­gen, Fol­te­rung und die ‚blo­ße‘ Angst ums Über­le­ben gehör­ten für vie­le der Geflüch­te­ten zur Rea­li­tät in ihrem Hei­mat­land oder auf der Flucht. Die­se trau­ma­ti­schen Erleb­nis­se kön­nen zu post­trau­ma­ti­schen Belas­tungs­stö­run­gen, chro­ni­sche Schmerz­stö­run­gen und Depres­sio­nen füh­ren, die kei­nes­falls unter­schätzt wer­den soll­ten. Auch nach der Ankunft in einem siche­ren Land, ste­hen Flücht­lin­ge vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen­Da­her lau­tet eine sehr wich­ti­ge und aku­te Fra­ge, wie unse­re Gesell­schaft die Pro­ble­me der Flücht­lin­ge bes­ser ver­ste­hen ler­nen kann, um ihnen dann gezielt bei der Trauma­be­wäl­ti­gung, den Her­aus­for­de­run­gen und der Inte­gra­ti­on hel­fen zu können.

Als Exper­tin zum The­ma Trau­ma hat Dr. Susan­na Smo­len­ski, die Chef­ärz­tin i.R. der Dr. v. Ehrenwall’schen Kli­nik zuge­sagt, die wäh­rend ihrer Tätig­keit ihren Schwer­punkt in der Trau­ma­the­ra­pie hat­te. Mir­ve­ta Dur­ben, die selbst eine Über­le­ben­de des Bos­ni­en Krie­ges ist, wird über ihre per­sön­li­chen Erfah­run­gen und Erleb­nis­se als Geflüch­te­te berich­ten. Sie hat das Buch „Mama, hier gibt es Licht“ ver­öf­fent­licht und enga­giert sich beson­ders in der Jugend­mi­gra­ti­on sowie für Men­schen­rech­te. Mode­riert wird die Ver­an­stal­tung von Gha­zel Wahi­si, sie kam als Flücht­lings­kind aus Afgha­ni­stan nach Deutsch­land und ist heu­te Sozio­lo­gin und Islam­wis­sen­schaft­le­rin und Vor­sit­zen­de der Frau­en Uni­on Grafschaft.