18. Okto­ber 2011

CDU nominiert Achim Juchem mit einem 100 Prozent-Ergebnis für die Bürgermeisterwahl — Amtsinhaber strebt seine zweite Amtszeit im Ringener Rathaus an

Die Graf­schaf­ter CDU hat ges­tern Abend Achim Juchem ein­stim­mig zum Kan­di­da­ten für die Bür­ger­meis­ter­wahl am 6. Mai gewählt. Von 31 abge­ge­be­nen Stim­men ent­fie­len 30 auf den amtie­ren­den Bür­ger­meis­ter, eine Stim­me war ungül­tig. Im Vor­feld der außer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung im Bir­res­dor­fer Dorf­ge­mein­schafts­haus hat­ten sich bereits CDU-Vor­­­stand und CDU-Rats­­frak­­ti­on ein­stim­mig für Juchem aus­ge­spro­chen. Der 43-Jäh­­ri­­ge strebt mit der Wahl am 6. Mai sei­ne zwei­te Amts­zeit an. Im Juni 2004 hat­te Juchem sich im ers­ten Wahl­gang mit 51,6 Pro­zent der Stim­men gegen zwei Bewer­ber durch­ge­setzt und hat­te am 1. Febru­ar das Amt von Hubert Kol­ven­bach über­nom­men, der 18 Jah­re lang Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Graf­schaft war. War­um der zwei­fa­che Fami­li­en­va­ter, der mit sei­ner Frau Edel­traud in Bir­res­dorf wohnt, sei­nen Arbeits­ver­trag vom Wäh­ler ver­län­gert haben will, obwohl das Amt nach eige­nen Wor­ten mit Ärger ver­bun­den sei, erklär­te die­ser so: „Es macht mir extrem viel Spaߓ, bekann­te Juchem. Und bewusst wäh­le er den Weg, sich von der CDU auf­stel­len zu las­sen, obwohl er als Bür­ger­meis­ter kraft Amtes kan­di­die­ren kön­ne: „Ich schät­ze den Rück­halt und die Mög­lich­keit, unter­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren.“ Kei­ne Dis­kus­si­on gab es nach der halb­stün­di­gen Vor­stel­lung des all­seits bekann­ten Kan­di­da­ten, der vor sei­ner Zeit als Bür­ger­meis­ter stell­ver­tre­ten­der Abtei­lungs­lei­ter des Kreis­ge­sund­heits­am­tes war. In der Rück­schau auf die ver­gan­ge­nen acht Jah­re sei­ner ers­ten Amts­zeit ori­en­tier­te sich Juchem an den Zie­len, die er vor sei­ner Wahl 2004 for­mu­liert hat­te – intak­te Finan­zen an ers­ter Stel­le. Dabei soll es auch in Zukunft blei­ben. Zu den Zie­len, die neu hin­zu­ge­kom­men sind, zählt Juchem die Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gien. Aber auch auf die Senio­ren will er ein beson­de­res Augen­merk rich­ten. Schwerst pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen blie­be im Alter nichts ande­res übrig, als die Graf­schaft zu ver­las­sen, da es in der Gemein­de der­zeit an einer ent­spre­chen­den Wohn- und Pfle­ge­ein­rich­tung feh­le. Wenigs­tens eine sol­che Ein­rich­tung soll es, so das Ziel des Bür­ger­meis­ters, künf­tig geben. Juchem ist der ers­te und bis­lang ein­zi­ge Kan­di­dat, der offi­zi­ell im Ren­nen ist. Sei­tens der im Rat ver­tre­ten­den Par­tei­en gibt es kei­ne Bestre­bun­gen, einen eige­nen Kan­di­da­ten ins Ren­nen zu schi­cken. Die Bewer­ber­frist endet am 26. März um 18 Uhr. Quel­le: www.Rhein-Zeitung.de, Aus­ga­be Ahr­wei­ler, 13. März 2012