21. Febru­ar 2011

Tonabdichtung von Ablagerungen südlich der Landesstraße 79 fehlt — CDU-Grafschaft betrachtet Entwicklungen an der Tongrube Leimersdorf mit Besorgnis — Gemeindlicher Wirtschaftsweg wird von C.C.-Holding kurzerhand zum „Privatweg“ deklariert

Mit gro­ßer Besorg­nis betrach­tet die CDU-Graf­­schaft die lau­fen­den Ent­wick­lun­gen an der Ton­gru­be Lei­mers­dorf. Micha­el Schnei­der, CDU-Vor­­­si­t­­zen­­der der Graf­schaft, und Gün­ther Arm­brus­ter, stell­ver­tre­ten­der Orts­vor­ste­her von Lei­mers­dorf und CDU-Gemein­­de­­rats­­mi­t­­glied, neh­men aus jüngs­ten Gesprä­chen mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern des Orts­be­zir­kes ein ungu­tes Gefühl hin­sicht­lich der Plä­ne der Ton­gru­ben­be­trei­ber C.C. mit. Die C.C. Hol­ding GmbH hat beim Berg­amt Rhein­­land-Pfalz die Erwei­te­rung des Haupt­be­triebs­pla­nes bean­tragt. Als Unver­schämt­heit betrach­ten es die CDU-Kom­­mu­­nal­­po­­li­­ti­­ker, dass die Fir­ma aktu­ell einen gemein­de­ei­ge­nen Wirt­schafts­weg als „Pri­vat­weg“ dekla­riert und mit dem Zusatz „Bege­hen auf eige­ne Gefahr“ ver­sieht. „Erst fährt man öffent­li­che Wege kaputt, im Anschluss ver­ein­nahmt man die­se per Aus­schil­de­rung, um die Leu­te weg­zu­hal­ten“, kri­ti­sie­ren Schnei­der und Arm­brus­ter. In Ihrer Stel­lung­nah­me zum Erwei­te­rungs­vor­ha­ben hat die Gemein­de Graf­schaft vor eini­gen Mona­ten bereits hohe Hür­den für ihr Ein­ver­neh­men zu die­sem Vor­ha­ben auf­ge­baut. So muss der Betrei­ber für den soge­nann­ten „Heck­weg“, der von Oeve­rich nach Lei­mers­dorf führt, einen Fuß-und Rad­weg ent­lang der Lan­des­stra­ße 79 ein­rich­ten. Auch ande­re Wege, die in die Feld­flur füh­ren, müs­sen geschot­tert oder asphal­tiert wer­den. Als laten­te Gefähr­dung ent­puppt sich bei nähe­rem Hin­se­hen die feh­len­de Abde­ckung von gro­ßen Flä­chen aus­ge­beu­te­ter Ton­gru­be süd­lich der L 79. Hier war es eigent­lich Auf­la­ge, die ein­ge­brach­ten Flug­san­de und Gip­se aus Kraft­wer­ken mit einer Ton­schicht abzu­de­cken, um das Nie­der­schlags­was­ser von die­sen schäd­li­chen Sub­stan­zen weg­zu­hal­ten. „Gesche­hen ist dies unver­ständ­li­cher Wei­se nicht“, so die CDU-Ver­­­tre­­ter. Über nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Grund­was­ser oder den nahen „Lei­mers­dor­fer Bach“ müs­se man sich ernst­haf­te Sor­gen machen. Dem Ver­neh­men nach haben zahl­rei­che Pri­vat­leu­te im vor­ge­se­he­nen Erwei­te­rungs­be­reich Grund­stü­cke erwor­ben und wol­len die­se auf Dau­er hal­ten und nicht ver­kau­fen. Das Berg­recht sieht glück­li­cher Wei­se kei­ne Ent­eig­nungs­mög­lich­keit vor. Die Graf­schaf­ter Christ­de­mo­kra­ten ermun­tern die­se Grund­stücks­be­sit­zer, stand­haft zu blei­ben, bis die Betrei­ber­ge­sell­schaft die vor­schrifts­mä­ßi­ge Abde­ckung der Ton­gru­ben­flä­che süd­lich der L 79 vor­ge­nom­men und auch im Übri­gen einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit der Ton­gru­be und den Men­schen im Orts­be­zirk Lei­mers­dorf an den Tag gelegt hat. Zum Hin­ter­grund: Die C.C. Hol­ding mit Zen­tra­le in Kre­feld fir­miert unter dem Fir­men­zweck „Indus­tri­el­le Kon­zep­te zur Ent­sor­gung, Auf­be­rei­tung und Ver­we