25. Janu­ar 2010

Generationen besser in die kommunalen Entscheidungsprozesse einbinden — CDU, Junge Union und Senioren-Union Grafschaft rufen zur Mitarbeit im Jugend- und Seniorenbeirat für die Gemeinde auf

Die Gemein­de Graf­schaft wird in Kür­ze einen gemein­sa­men Jugend- und Senio­ren­bei­rat erhal­ten. Zur­zeit läuft bis 16. April die Rück­mel­de­frist für die Ein­rei­chung von Per­so­nen­vor­schlä­gen an die Gemein­de­ver­wal­tung. Dar­auf machen jetzt CDU‑, Jun­ge Uni­on und Senio­ren Uni­on Graf­schaft auf­merk­sam und wer­ben um Mit­ar­beit. Alle Bür­ger der Graf­schaft kön­nen Per­so­nen­vor­schlä­ge für kom­mu­nal­po­li­tisch inter­es­sier­te jun­ge Men­schen von 14 bis 21 Jah­ren und für jung­ge­blie­be­ne Graf­schaf­ter ab 60 Jah­ren ein­rei­chen. Der Gemein­de­rat soll dann am 27. Mai aus die­sen Vor­schlä­gen den Bei­rat wäh­len. Der Jugend- und Senio­ren­bei­rat wird aus elf Mit­glie­dern bestehen. Dabei soll eine mög­lichst orts- und alters­pa­ri­tä­ti­sche Beset­zung ange­strebt wer­den. Das Gre­mi­um soll aus­drück­lich auch denen offen ste­hen, die kei­ner Par­tei ange­hö­ren. „Es zählt nicht Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit, son­dern Enga­ge­ment, Ideen und Mit­wir­kungs­be­reit­schaft“, so die Graf­schaf­ter Christ­de­mo­kra­ten. Die Idee die­ses gemein­sa­men Bei­rats stammt von der Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­ti­on der Graf­schaf­ter Christ­de­mo­kra­ten, der Jun­gen Uni­on (JU). Gemein­sam mit der damals neu­ge­grün­de­te Seni­o­­ren-Uni­on sowie in Zusam­men­ar­beit mit der CDU ent­stand dann ein Gemein­de­rats­an­trag zur Ein­rich­tung des Gre­mi­ums. Nach den Vor­ga­ben der rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Gemein­de­ord­nung, die ins­be­son­de­re einen Bei­rat für jun­ge Men­schen und für Senio­ren vor­sieht, schlägt man sei­tens der Christ­de­mo­kra­ten vor, einen gemein­sa­men Bei­rat für die Graf­schaft zu bil­den. Die­ser soll nach sei­ner Prä­am­bel „die Aus­prä­gung gemein­schaft­li­cher, orts- und alters­über­grei­fen­der Arbeits­struk­tu­ren ermög­li­chen und den Jugend­li­chen und Senio­ren dar­auf­hin zu einer Arti­ku­la­ti­on ihres poli­ti­schen Wil­lens ver­hel­fen.“ Man­che jun­ge Men­schen haben heu­te noch wenig Inter­es­se an poli­ti­schen Abläu­fen und kom­mu­nal­po­li­ti­schen The­men ent­wi­ckelt. Daher ist es wich­tig, ihnen auch außer­halb der Par­tei­gre­mi­en mit einem Jugend­bei­rat eine Mit­­­wir­­kungs- und Betei­li­gungs­mög­lich­keit zu bie­ten. Als Fol­ge der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung wird der Anteil älte­rer Men­schen an der Bevöl­ke­rung immer wei­ter stei­gen. „Für die Gemein­de bedeu­tet dies, dass man sich in Zukunft ver­mehrt auch The­men zuwen­den wird, die die Lebens¬umstände der älte­ren Men­schen vor Ort betref­fen“. Inhalt­lich soll sich das neue ein­zu­rich­ten­de Gre­mi­um mit Jugend­räum­lich­kei­ten, Dorf­zen­tren, Sport- und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, Ver­kehrs­in­fra­struk­tur — wie etwa Rad­we­ge und Bus­ver­bin­dun­gen -, orts- und alters­über­grei­fen­den Ver­an­stal­tun­gen zu Zwe­cken der poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Infor­ma­ti­on und des gemein­sa­men Aus­tauschs befas­sen und den Gemein­de­rat in die­sen Fra­gen beraten.