2. Febru­ar 2009

Konservative Ausrichtung der heimischen Kreditinstitute bewahren weitgehend vor Krise — CDU-Kreisverband lud nach Grafschaft ein – Lokale Auswirkungen der Finanzkrise

Wel­che Aus­wir­kun­gen hat die Finanz­kri­se auf die hei­mi­sche Wirt­schaft? – Die­se Fra­ge stel­le der CDU-Kreis­­ver­­­band Ahr­wei­ler bei einer Ver­an­stal­tung im Rah­men sei­ner „Wochen der CDU“. In der Neu­an­sied­lung der Fir­ma Elek­tro Witsch im Inno­va­ti­ons­park Rhein­land konn­te der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Gui­do Ernst MdL über 60 inter­es­sier­te Gäs­te begrü­ßen. Als beson­ders erfreu­lich bewer­te­te er es, dass nicht nur CDU-Fun­k­­ti­on­s­­trä­­ger gekom­men waren, son­dern über­wie­gend Hand­wer­ker, Frei­be­ruf­ler und Mit­tel­ständ­ler. In Gruß­wor­ten wand­ten sich der Graf­schaf­ter Bür­ger­meis­ter Achim Juchem sowie der Geschäfts­füh­rer des gast­ge­ben­den Betrie­bes, Wer­ner Gies, an die Gäs­te. Refe­ren­ten des Abends waren der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kreis­spar­kas­se Ahr­wei­ler, Die­ter Zim­mer­mann, sowie sein Kol­le­ge von der Volks­bank RheinAh­rEi­fel eG, Bern­hard Kai­ser. Bei­de leg­ten in ihren Ein­gangs­state­ments dar, dass die kon­ser­va­ti­ve Geschäfts­po­li­tik der genos­sen­schaft­li­chen und öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Ban­ken bei­de Insti­tu­te vor erns­te­ren Aus­wir­kun­gen der Finanz­kri­se bewahrt habe. Bilanz- und gewinn­re­le­van­te Abschrei­bun­gen ris­kan­ter Anla­ge­for­men habe es kei­ne gege­ben. Im Gegen­zug ver­spü­re man einen regen Zustrom von Kun­den, die sich von ris­kan­te­ren Anla­gen getrennt haben. Kri­tik äußer­ten Zim­mer­mann und Kai­ser dar­an, dass sich der Ret­tungs­schirm der Bun­des­re­gie­rung – so wich­tig die­ser grund­sätz­lich auch sei — aus­schließ­lich auf die gro­ßen Geschäfts­ban­ken rich­te. Dadurch ent­ste­he eine Wett­be­werbs­ver­zer­rung zuun­guns­ten der genos­sen­schaft­li­chen und öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Kre­dit­in­sti­tu­te. „Die ris­kan­te Poli­tik der Gro­ßen wird belohnt, die vor­sich­ti­ge Aus­rich­tung der Klei­nen wird bestraft“. Klar wur­de auch, dass die Aus­wir­kun­gen der Finanz­kri­se auf die Real­wirt­schaft im Kreis Ahr­wei­ler noch nicht durch­ge­schla­gen haben. Die mit­tel­stän­di­sche Aus­rich­tung der Wirt­schafts­land­schaft im Kreis wer­de aber sicher dazu bei­tra­gen, dass die Fol­gen bes­ser bewäl­tigt wer­den könn­ten. Es folg­te eine rege Dis­kus­si­on sei­tens der Ver­an­stal­tungs­teil­neh­mer, die die vor­­­ge-brach­­ten Stel­lung­nah­men kri­tisch hin­ter­frag­ten. In sei­nem Schluss­wort beton­te der Mode­ra­tor Micha­el Schnei­der, Vor­sit­zen­der der CDU-Graf­­schaft, dass der Kreis Ahr­wei­ler nicht zuletzt Dank der sta­bi­li­sie­ren­den Wir­kung der hei­mi­schen Ban­ken die Kre­dit­ver­sor­gung der Wirt­schaft, aber auch der Pri­vat­haus­hal­te gewähr­leis­tet sei.