10. Okto­ber 2008

„Kommando Strategische Aufklärung“ zieht Investitionen und Personalaufbau nach sich — Wilhelm Josef Sebastian MdB (CDU) sieht Bundeswehrstandort Grafschaft langfristig gesichert

„Der Bun­des­wehr­stand­ort Graf­schaft ist lang­fris­tig gesi­chert“, erklärt jetzt der CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Wil­helm Josef Sebas­ti­an. Von Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Dr. Franz-Josef Jung erhielt der hei­mi­sche Christ­de­mo­krat jetzt auf­grund sei­ner Anfra­ge wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Zukunft der Lie­gen­schaft im Gewer­be­ge­biet in Graf­­schaft-Gel­s­­dorf. Auf­grund umfang­rei­cher bau­li­cher Anpas­sungs­maß­nah­men, die teil­wei­se noch in der Aus­füh­rung sind, wer­den in Gels­dorf seit 2007 und in den nächs­ten Jah­ren etwa 20,5 Mil­lio­nen Euro inves­tiert. Das Per­so­nal am Stand­ort Graf­­schaft-Gel­s­­dorf umfasst aktu­ell 410 mili­tä­ri­sche und 240 zivi­le Dienst­pos­ten. Die­se Zahl wird künf­tig auf 650 mili­tä­ri­sche und 270 zivi­le Dienst­po­sen anwach­sen. Von den ins­ge­samt 920 Stel­len ent­fal­len dann auf das „Kom­man­do Stra­te­gi­sche Auf­klä­rung“ (KdoStrat­Aufkl) 455. Zur Erin­ne­rung: Unter gro­ßer öffent­li­cher Auf­merk­sam­keit wur­de das bis­he­ri­ge Zen­trum für Nach­rich­ten­we­sen der Bun­des­wehr (ZNBw) in der Ver­ant­wor­tung der dama­li­gen rot-grü­­nen Bun­des­re­gie­rung auf­ge­löst und deren Auf­ga­ben auf ande­re Dienst­stel­len ver­teilt. Wil­helm Josef Sebas­ti­an hat­te damals gemein­sam mit vie­len ande­ren Stim­men davor gewarnt, dass durch die Abwan­de­rung von meh­re­ren hun­dert Dienst­stel­len vor allem nach Ber­lin die Infra­struk­tur­be­deu­tung der Bun­des­wehr für den Regi­on nach­hal­tig geschwächt wer­den könn­te. Der Wider­stand vor Ort hat nach Auf­fas­sung des Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ten der CDU nach­hal­tig dazu bei­getra­gen, dass eine ins­ge­samt erfolg­rei­che Umstruk­tu­rie­rung begann. Ein Groß­teil der Auf­ga­ben des ZNBw wur­de dem KdoStrat­Aufkl über­tra­gen. Es ist jetzt die zen­tra­le Dienst­stel­le für die Infor­ma­ti­ons­ver­sor­gung und ‑bereit­stel­lung für das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Ver­tei­di­gung und die Bun­des­wehr. Damit hat das Kom­man­do in der Infor­ma­ti­ons­ver­sor­gung auch über die Bun­des­wehr hin­aus an Bedeu­tung gewon­nen, ins­be­son­de­re für die Kri­sen­früh­erken­nung. In dem im Janu­ar 2002 in Dienst gestell­ten Kom­man­do Stra­te­gi­sche Auf­klä­rung wer­den alle bis­her in den Teil­streit­kräf­ten vor­han­de­nen Kräf­te und Mit­tel der orts­fes­ten und mobi­len Fern­­mel­­de-/Ele­k­­tro­­ni­­schen Auf­klä­rung, die des Elek­tro­ni­schen Kamp­fes des Hee­res sowie der Satel­li­ten­ge­stütz­ten Abbil­den­den Auf­klä­rung trup­pen­dienst­lich und fach­lich am Stand­ort Gels­dorf zusam­men­ge­führt. „Es ist ein wich­ti­ges Signal für die Regi­on,“ so Wil­helm Josef Sebas­ti­an MdB abschlie­ßend, „dass die Bun­des­wehr in gro­ßer Per­so­nal­stär­ke wei­ter in Graf­­schaft-Gel­s­­dorf ver­tre­ten sein wird.“