27. Sep­tem­ber 2008

„Grüne gefährden Arbeitsplätze im IPR“ — CDU-Grafschaft: Fördermittel werden korrekt verwendet – Michael Schneider: „Wir sind froh, dass die Vermarktung in Schwung kommt“

Als „welt­fremd und ideo­lo­gisch ver­blen­det“ weist die CDU in der Gemein­de Graf­schaft die Hal­tung von Bünd­nis 90/Die Grü­nen im Kreis­tag zum Inno­va­ti­ons­park Rhein­land (IPR) in der Graf­schaft zurück. „Die Grü­nen sche­ren sich weder um Arbeits­plät­ze noch um Wirt­schafts­kraft“, betont Micha­el Schnei­der, der Graf­schaf­ter CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de und Mit­glied des Kreis­ta­ges. Für „völ­li­gen Unsinn und Volks­ver­dum­mung“ hält der Christ­de­mo­krat die Wer­tung Schlag­weins von der „Dra­ma­tik des Abstiegs des Inno­va­ti­ons­parks“. Schnei­der nennt dazu die Fak­ten: Nach der Dar­le­gung der Gemein­de Graf­schaft sind durch die IPR-Ver­­­mar­k­­tung bis­lang 49.272 Qua­drat­me­ter Flä­che an elf Unter­neh­men, Inves­to­ren und Pro­jek­te ver­äu­ßert wor­den. Dies schaf­fe 200 Arbeits­plät­ze. Die Gemein­de füh­re der­zeit Gesprä­che mit wei­te­ren 15 Unter­neh­men, die sich für Grund­stü­cke inter­es­sier­ten. „Wir sind froh, dass die Ver­mark­tung des IPR nach Jah­ren end­lich in Schwung gekom­men ist. Aus­ge­rech­net jetzt, wo die noch feh­len­den Anschlüs­se an die A 61 fer­tig wer­den, wo Hun­der­te Arbeits­plät­ze ent­ste­hen und Gewer­be­steu­ern flie­ßen, arbei­ten die Grü­nen gegen den IPR. Das scha­det unse­rem Ansin­nen und dem Anse­hen des IPR,“ kri­ti­siert der Graf­schaf­ter CDU-Chef. Die bestim­mungs­ge­mä­ße Ver­wen­dung der För­der­mit­tel für den IPR zu bezwei­feln sei „an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen und gefähr­det Arbeits­plät­ze“, führt Micha­el Schnei­der wei­ter aus. Der IPR sei ein zen­tra­les Bonn-Ber­­lin-Aus­­­gleichs­­pro­­jekt des Krei­ses Ahr­wei­ler. Die För­der­mit­tel von Bund, Land und Kreis unter­lä­gen kei­ner eng­ma­schi­gen Zweck­bin­dung für bestimm­te Bran­chen und wür­den kor­rekt ver­wen­det. Über die­se Tat­sa­che sei­en auch die Grü­nen in öffent­li­cher Sit­zung des Kreis- und Umwelt­aus­schus­ses aus­führ­lich infor­miert wor­den. Die ordnungs¬gemäße Ver­wen­dung der För­der­mit­tel wer­de von Bun­­­des- und Lan­des­mi­nis­te­ri­en über­prüft. Die Grü­nen hät­ten ver­sucht, den Kreis­tag für ihre Zwe­cke zu instru­men­ta­li­sie­ren. Der Kreis­tag, so Schnei­der, sei aber weder poli­ti­sches Zen­sur­or­gan für kom­mu­na­le Flä­chen­nut­zungs­plä­ne noch recht­lich zustän­dig für staat­li­che Auf­ga­ben wie das lan­des­pla­ne­ri­sche Ver­fah­ren. Folg­lich habe der Kreis­tag den Antrag mit gro­ßer Mehr­heit abge­lehnt. Auch bei einem Fac­to­ry Out­let Cen­ter (FOC), der im IPR ange­dacht sei, habe der Kreis – anders als von den Grü­nen unter­stellt – kei­ne Zustän­dig­keit für die­ses Planungsverfahren.