5. Mai 2007

Die Devise lautet: „Wir wollen näher an die Menschen“ — Delegierte aus dem Kreis Ahrweiler beim CDU-Landesparteitag in Frankenthal

Einen erfolg­rei­chen CDU-Lan­­des­­par­­tei­­tag erleb­ten die Dele­gier­ten aus dem Kreis Ahr­wei­ler. Unter Füh­rung des CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­den Gui­do Ernst und des CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Wil­helm Josef Sebas­ti­an waren die Christ­de­mo­kra­ten von Rhein, Ahr und Eifel nach Fran­ken­thal gekom­men, um über den Wirt­schaft­stand­ort Rhein­­land-Pfalz zu dis­ku­tie­ren. CDU-Lan­­des­­chef Chris­ti­an Bald­auf zeig­te sich in sei­ner Hei­mat­stadt Fran­ken­thal ein Jahr nach sei­ner Wahl zuver­sicht­lich und kamp­fes­lus­tig. Mit einer poin­tier­ten Rede konn­te er sei­ne Par­tei­freun­de mit­rei­ßen. „Rhein­­land-Pfalz muss sich im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb behaup­ten“, pocht Bald­auf – und erklärt sei­ne Ansät­ze. Manch­mal sach­lich, manch­mal amü­sant lenkt er dabei die Auf­merk­sam­keit von Euro­pa auf sein Bun­des­land. Bald­auf warb über­zeu­gend für mehr Arbeits­plät­ze, weni­ger Sub­ven­tio­nen, eine bes­se­re Infra­struk­tur, leis­tungs­fä­hi­ge Schu­len, eine erfolg­rei­che Wis­sen­schafts­po­li­tik sowie eine schlan­ke Ver­wal­tung. Deut­li­che Wor­te fin­den eben­so deut­li­chen Applaus: „Wer arbei­tet, muss mehr bekom­men als der, der nicht arbei­tet.“ Min­dest­löh­ne nennt Bald­auf „süßes Gift“ und tritt für „fai­re, aus­ge­gli­che­ne Löh­ne“ ein. Denn: Bei gesetz­li­chem Min­dest­lohn gehen nach Auf­fas­sung der CDU und aller nam­haf­ten Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Arbeits­plät­ze ver­lo­ren. In punk­to Bil­dungs­po­li­tik wen­det sich Bald­auf gegen ein „zer­glie­der­tes Schul­sys­tem“. Sor­gen­voll reflek­tier­te er die Ent­wick­lung der rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Haupt­schu­len, um dann für einen Abschluss mit Anschluss zu plä­die­ren. Sei­ne Mah­nung: „Haupt­schu­len kann man abschaf­fen, Haupt­schü­ler aber nicht abschie­ben.“ Schließ­lich beklagt er den arro­gan­ten Umgang der SPD-geführ­­ten Lan­des­re­gie­rung mit den Kom­mu­nen beim The­ma Lan­des­ent­wick­lungs­plan IV. „Mit der CDU ist kei­ne Hin­ter­zim­mer­po­li­tik zu machen.“ Dafür aller­dings wir­kungs­vol­le Fami­li­en­po­li­tik: Nicht die Zahl, son­dern die Qua­li­tät von Krip­pen­plät­zen sei ent­schei­dend, sagt er. Vol­le Rücken­de­ckung der Dele­gier­ten aus dem Kreis Ahr­wei­ler erhielt auch der neue CDU-Gene­ral­­se­­kre­­tär Dr. Josef Rosen­bau­er. Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te aus dem Kreis Alten­kir­chen wur­de vom Par­tei­tag mit einem über­zeu­gen­den Ergeb­nis von 88,38 Pro­zent gewählt. In sei­ner vor­her­ge­hen­den Rede hat­te Rosen­bau­er ver­spro­chen, dass er der Par­tei die­nen möch­te. Authen­tisch schil­dert er zunächst, wel­che Zie­le er sich und Par­tei ver­ord­net. Die CDU-Lan­­des­­ge­­schäfts­­stel­­le soll als Dienst­leis­te­rin für die Kreis­ver­bän­de fun­gie­ren, Struk­tu­ren ver­net­zen und die Zie­le der Par­tei bes­ser kom­mu­ni­zie­ren. Rosen­bau­er strebt einen Zuge­winn für Mit­glie­der an, die über Ent­schei­dun­gen stär­ker Ein­fluss neh­men sol­len. Rosen­bau­er zei­get sich zuver­sicht­lich: „Die Basis der rhein­­land-pfäl­­zi­­schen CDU will durchstarten.“