8. März 2007

Kinderbetreuungsmöglichkeiten dezentral und unter Beteiligung der Eltern ausbauen — CDU-Kreistagsfraktion spricht sich für detailgerechtes Umsetzungskonzept aus

„Der Kin­der­ta­ges­stät­ten­plan des Krei­ses Ahr­wei­ler erfüllt nicht nur die gesetz­li­che Pflicht des Krei­ses, eine umfas­sen­den Bedarfs­pla­nung vor­zu­le­gen, er mar­kiert auch eine wich­ti­ge Weg­mar­ke, die Betreu­ungs­si­tua­ti­on von Kin­dern in unse­rem Kreis zu ver­bes­sern,“ beton­te der Spre­cher der Christ­de­mo­kra­ten im Kreis­tag für Jugend und Sozia­les, Micha­el Schnei­der, bei der Kreis­tags­sit­zung am ver­gan­ge­nen Frei­tag. „Weg­mar­ke des­halb, weil wir uns seit eini­gen Jah­ren im Kreis bereits auf dem rich­ti­gen Weg befin­den, dezen­tra­le und bedarfs­ge­rech­te Ange­bo­te wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die umfang­rei­che Aus­deh­nung der Ganz­ta­ges­plät­ze in den Kin­der­ta­ges­stät­ten in unse­rem Kreis ist eine wich­ti­ge Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re, wei­ter­hin steht die Aus­wei­tung der Krip­pen­plät­ze im Kreis auf mitt­ler­wei­le 120 zu Buche.“ Schnei­der warn­te vor rein zah­len­ba­sier­ten Ost-West-Ver­­­glei­che bei der Betreu­ungs­quo­te für Kin­der unter drei Jah­ren, da man Ent­wick­lun­gen in bei­den Tei­len Deutsch­lands über vie­le Jahr­zehn­te nicht in weni­gen Jah­ren anglei­chen kön­ne. „Las­sen Sie uns viel­mehr auf unse­rer bestehen­den Struk­tur in Rhein­­land-Pfalz und im Kreis Ahr­wei­ler set­zen und die Ange­bo­te aus­bau­en und anpas­sen. Poli­tik muss die Lebens­ent­schei­dun­gen der Men­schen so akzep­tie­ren, wie sie sind, Wahl­frei­heit ermög­li­chen heißt dann auch, die pas­sen­den Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen, damit wirk­lich die Ent­schei­dung für oder gegen Berufs­tä­tig­keit, für oder gegen die Inan­spruch­nah­me insti­tu­tio­nel­ler Kin­der­be­treu­ung ohne mate­ri­el­le Zwän­ge erfol­gen kann.“ Qua­li­ta­ti­ver Hand­lungs­be­darf sei im Kreis Ahr­wei­ler beim Aus­bau der Betreu­ungs­an­ge­bo­te gege­ben und man wer­de sich als CDU die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len. Die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se wer­de wesent­lich dadurch bestimmt, wie man den zukünf­ti­gen Bedarf an Betreu­ungs­plät­zen in Ein­rich­tun­gen beschrei­ben kön­ne. Über die­se Unklar­hei­ten hel­fe nichts ande­res hin­weg, als in die Details ein­zu­stei­gen. Es müs­se für alle Gebiets­kör­per­schaf­ten – oder auch „Sozi­al­räu­me“, wie es der Kita-Plan sagt – eine Ermitt­lung statt­fin­den, in wel­cher Höhe und auf wel­che geeig­ne­te Art das Betreu­ungs­an­ge­bot für Klein­kin­der mit Schwer­punkt für die Alter­grup­pe von 2 bis 3 Jah­ren aus­ge­baut wer­den soll. Die­se Sicht­wei­se ver­tre­ten auch die Fach­leu­te der Fach­hoch­schu­le Rema­gen, die den Kita-Plan erar­bei­tet haben. „Es hilft uns dabei wirk­lich nicht, jetzt und heu­te irgend­wel­che Betreu­ungs­quo­ten als poli­ti­sches Pos­tu­lat zu beschlie­ßen, ohne zu wis­sen, wie vie­le Plät­ze wir tat­säch­lich brau­chen und vor allem: ohne zu wis­sen, wo genau wir sie brau­chen, “ beton­te Micha­el Schnei­der. Die Christ­de­mo­kra­ten im Kreis­tag sehen das All­heil­mit­tel der Zukunft auch nicht aus­schließ­lich dar­in, die Zahl der rei­nen Krip­pen­plät­ze für unter Drei­jäh­ri­ge immer wei­ter zu erhö­hen. „Unser Focus liegt viel­mehr dar­in, fle­xi­ble Lösun­gen gera­de für den länd­li­chen Raum zu fin­den. Die Mög­lich­kei­ten bestehen doch, in unse­ren Kin­der­ta­ge­stät­ten in den ver­schie­dens­t