9. Okto­ber 2006

Werben für Abi nach 12 Schuljahren und für ein Rauchverbot an Schulen — Guido Ernst MdL (CDU) und Junge Union informiert vor Schulen

Bil­dung ist eines der wich­tigs­ten lan­des­po­li­ti­schen The­men und die CDU in Rhein­­land-Pfalz will mit die­ser The­ma­tik in die Offen­si­ve gehen und kon­kre­te Ver­bes­se­run­gen ein­for­dern. So infor­mier­ten jetzt der CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Gui­do Ernst gemein­sam mit Ver­tre­tern der Jun­gen Uni­on die Schü­le­rin­nen und Schü­ler vor dem Rhein-Gym­­na­­si­um Sin­zig mit einem Flug­blatt über die wich­ti­gen Zie­le. Die CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on for­dert von der Lan­des­re­gie­rung, end­lich das Rau­chen an den rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Schu­len zu gesetz­lich zu ver­bie­ten. Das Rauch­ver­bot soll ein­ge­bun­den wer­den in ein Gesamt­pa­ket mit Vor­beu­ge­maß­nah­men im Hin­blick auf den Tabak­kon­sum sowie mit kon­kre­ten Maß­nah­men zur Unter­stüt­zung der Lehr­kräf­te sowie der Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei der Rauch­prä­ven­ti­on. Ein gesetz­li­ches Rauch­ver­bot an Schu­len brau­chen wir nun auch in Rhein­­land-Pfalz. Die Zeit bis zum Abitur wird in allen Bun­des­län­dern auf 12 Jah­re ver­kürzt. Nur nicht in Rhein­­land-Pfalz, so die Kri­tik von Gui­do Ernst. Die Schul­zeit­ver­kür­zung ist die Ant­wort der Bun­des­län­der auf ein zen­tra­les Pro­blem der gym­na­sia­len Aus­bil­dung in Deutsch­land: Kaum ein ande­res Bil­dungs­sys­tem ent­lässt sei­ne Schü­le­rin­nen und Schü­ler so spät aus der Schu­le wie das deut­sche. Mit einem durch­schnitt­li­chen Abitu­ri­en­ten­al­ter von 19,5 Jah­ren sind die deut­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler beim Abitur zum Teil zwei Jah­re älter als die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in den meis­ten euro­päi­schen Län­dern, mit denen sie spä­ter beim Stu­di­um und auf dem Arbeits­markt kon­kur­rie­ren müs­sen. 15 Bun­des­län­der haben aus die­ser Pro­blem­la­ge mitt­ler­wei­le die Kon­se­quen­zen gezo­gen und das Abitur nach 12 Jah­ren ein­ge­führt bzw. beschlos­sen. Ledig­lich Rhein­­land-Pfalz hat einen ande­ren Weg ein­ge­schla­gen und ver­sagt sich der Bil­dungs­dy­na­mik ande­rer Bun­des­län­der. Aus Sicht der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on ist es päd­ago­gi­scher Unsinn, dass bereits sechs Wochen nach den Som­mer­fe­ri­en die zwei­wö­chi­gen Herbst­fe­ri­en begin­nen. Feri­en die­nen in ers­ter Linie der Erho­lung der Schü­ler. So kurz nach dem Ende der Som­mer­fe­ri­en besteht hier­für kei­ne Not­wen­dig­keit. Die CDU-Frak­­ti­on sieht im frü­hen Feri­en­be­ginn sogar päd­ago­gi­sche Nach­tei­le. Schü­ler, die gera­de wie­der ihren Lern­rhyth­mus gefun­den haben, berei­ten sich auf die ers­ten Klas­sen­ar­bei­ten vor und wer­den dann durch die zwei­wö­chi­gen Herbst­fe­ri­en, in denen vie­les ver­ges­sen wird, aus die­sem Lern­ryth­mus her­aus­ge­ris­sen. Die CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on for­dert die Lan­des­re­gie­rung des­halb auf, hier initia­tiv zu wer­den. So soll vom Minis­te­ri­um eine Umfra­ge hin­sicht­lich der Gestal­tung der Feri­en in Rhein­­land-Pfalz durch­ge­führt wer­den. Die­se Umfra­ge muss auf einer brei­ten Grund­la­ge unter Betei­li­gung der Leh­re­rin­nen und Leh­rer, der Eltern sowie der Schü­ler­ver­tre­tun­gen stattfinden.