29. Novem­ber 2005

Straßenbauprojekt K35 — Rede im Kreistag von Michel Schneider

Sehr geehr­ter Herr Land­rat, sehr geehr­te Damen und Her­ren, ange­sichts der Tages­ord­nung der heu­ti­gen Sit­zung und der lan­gen und viel­dis­ku­tier­ten Vor­ge­schich­te die­ses Stra­ßen­bau­pro­jek­tes möch­te ich es sei­tens unse­rer bean­tra­gen­den Frak­ti­on kurz, zumin­dest stich­wort­ar­tig, machen. Wir stim­men der vor­ge­leg­ten Pla­nung zu, weil wir sie für die ein­zig sinn­vol­le Tras­se eine Orts­um­ge­hung Esch im Zuge der K35 hal­ten. Der Kreis­tag hat dies bereits 1999 mit deut­li­cher Mehr­heit beschlos­sen, inso­fern befin­den wir uns auf einem vor­ge­ge­be­nen Weg. Die Argu­men­te für die Tras­se lie­gen klar auf der Hand: [list][*]der Ort Esch wird umgan­gen und die Ent­las­tung die­ses Ortes so wie die Ver­bes­se­rung der Sicher­heit in den engen inner­ört­li­chen Pas­sa­gen wird nur so nach­hal­tig erreicht. [*]die neue Tras­se berührt kei­ne Orts­la­gen und führt auch weit genug weg von Esch und Holz­wei­ler (Stich­wort: Lärm­be­las­tung) über Tras­sen­ab­schnit­te, die durch vor­han­de­ne, über­wie­gend befes­tig­te Wege bereits jetzt vor­ge­ge­ben sind. [*]genau dies ist auch einer der wesent­li­chen Grün­de, war­um die jetzt zur Abstim­mung ste­hen­de Tras­se „öko­lo­gi­sche Risi­ken“ in eher gerin­ger Dimen­si­on birgt. [*]Stich­wort Ver­kehrs­be­las­tung: 1.600 Fahr­zeu­ge werk­tags, 2.400 Autos fei­er­tags und der Spit­zen­wert von 6.300 Autos an einen Wein­fest­wo­chen­en­de an der Mit­tel­ahr: die sind Zah­len aus 1998. Schrei­ben Sie dies ein­mal mit einer Stei­ge­rung von 25 bis 30 Pro­zent auf das Jahr 2010 fort, so wie die Stra­ßen­be­hör­de das getan hat, so wird die Bri­sanz immer schär­fer. Selbst die rot-grü­­ne Bun­des­re­gie­rung hat 1999 die Ver­kehrs­stei­ge­rung beim moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr von 1997 auf 2015 auf 22 Pro­zent geschätzt. Glaubt jemand hier, wir wür­den von die­sen Stei­ge­run­gen unbe­rührt blei­ben? [*]im Gewer­be­ge­biet Gels­dorf besteht eine leis­tungs­fä­hi­ge und kreu­zungs­freie Anbin­dung an die B275 und damit die A61, das ist ver­kehrs­tech­nisch sinn­voll und spart viel Geld. ? das Gewer­be­ge­biet selbst wird ver­kehr­lich sinn­voll ver­schlos­sen, für Besu­cher, aber vor allem auch für die Men­schen, die dort arbei­ten. [*]die bis­he­ri­ge K35 ist neben der B257 Rich­tung Alte­nahr die ein­zi­ge Zuwe­gung in den Bereich Mit­tel­ahr. Die­se wird sehr stark – natür­lich sai­so­nal ver­schie­den – von Ver­kehrströ­men aus dem Groß­raum Köln/Bonn Rich­tung Ahr fre­quen­tiert. Wir schaf­fen mit der Tras­se eine leis­tungs­fä­hi­ge Zuwe­gung ins Mit­tel­ahr­tal, wir för­dern dadurch ins­be­son­de­re Tou­ris­mus und Wirt­schafts­kraft. [*]ver­kehrs­len­ken­de und –beru­hi­gen­de Maß­nah­men haben wäh­rend einer halb­jäh­ri­gen Pro­be­pha­se 1997 kei­ner­lei Ent­las­tung für Esch erge­ben [*]obwohl die neue Tras­se gering­fü­gig län­ger ist als die alte (etwa 300 Meter), ist sie deut­lich schnel­ler und beque­mer. [*]ins­ge­samt – und dies zusam­men­fas­send – bedeu­tet die K35 neu, als aus­ge­bau­te Orts­um­ge­hung Esch, eine raum­ord­ne­risch mehr als sinn­vol­le und gebo­te­ne Investition.[/list]Als CDU beken­nen wir uns auch in der Kreis­po­li­tik zu einer leis­tungs­fä­hi­gen und sinn­vol­len Ver­kehrs­in­fra­struk­tur und sagen daher auch klar: wir kön­nen uns dies leis­ten, in der lang­fris­ti­gen Inves­­ti­­ti­ons- und Finanz­pla­nung des Krei­ses ist die­se Maß­nah­me klar und deut­lich durch­fi­nan­ziert. Vie­len Dank!