14. Juni 2005

Elsners Ruf nach Ausgleich für die Region kommt zur Unzeit — CDU in der Gemeinde Grafschaft verlangt gemeinsamen Einsatz für den Bundeswehrstandort

„Ein gemein­sa­mes par­tei­über­grei­fen­des Vor­ge­hen gegen die Schlie­ßungs­plä­ne des Zen­trums für Nach­rich­ten­we­sen der Bun­des­wehr in Graf­­schaft-Gel­s­­dorf ist unab­ding­bar“. Dies erklärt jetzt der CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de in der Gemein­de Graf­schaft, Micha­el Schnei­der, ange­sichts der dra­ma­ti­schen Gerüch­te um die Schlie­ßungs­plä­ne für den Bun­des­wehr­stand­ort in Gels­dorf. Als „Kata­stro­phe“ für die Gemein­de Graf­schaft bezeich­net Micha­el Schnei­der das Vor­ha­ben der rot-grü­­nen Bun­des­re­gie­rung, in ihrem Zen­tra­li­sie­rungs­wahn den moder­nen und leis­tungs­fä­hi­gen Stand­ort Gels­dorf auf­zu­ge­ben. „Wir waren in Graf­schaft froh und stolz, dass die­se wich­ti­ge Bun­des­wehr­ein­rich­tung zu uns kommt und wir haben auf den Ein­woh­ner­zu­wachs und die Stär­kung der Kauf­kraft gebaut“, so der Graf­schaft CDU-Vor­­­si­t­­zen­­de. Er betont auch, dass man durch die Bereit­stel­lung von Gewer­be­flä­chen für die Bun­des­wehr bewusst auf hohe Gewer­be­steu­er­ein­nah­men ver­zich­tet habe. Hef­ti­ge Kri­tik übt Schnei­der dabei an der aktu­el­len Ver­laut­ba­rung der SPD-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Petra Els­ner. Zwar kri­ti­sie­re auch Els­ner die Schlie­ßung, so Schnei­der, aber inter­es­sant sei­en die dabei bewusst ein­ge­streu­ten Zwi­schen­tö­ne. Danach spre­che Els­ner von „über­zeu­gen­den Argu­men­ten“ für die Schlie­ßungs­plä­ne. Schließ­lich for­de­re sie bereits jetzt „Aus­gleichs­ar­beits­plät­ze“ für die Regi­on. Für den Graf­schaf­ter Christ­de­mo­kra­ten Micha­el Schnei­der steht damit fest, dass die SPD-Sprach­­re­­ge­­lung zu die­ser Sache for­mu­liert sei. Es sei ein Unding und völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv, dass man jetzt schon kapi­tu­lie­re und zur Unzeit von Aus­gleichs­ar­beits­plät­zen rede. Mit ernst­haf­ter Unter­stüt­zung von Sei­te der Genos­sen ist daher nach sei­ner Über­zeu­gung nicht mehr zu rech­nen. Schnei­der wer­tet es auch als ein Zei­chen für die­se Annah­me, dass sich Minis­ter­prä­si­dent Kurt Beck (SPD) in die­ser Sache wohl nicht wei­ter enga­gie­ren wol­le und abge­taucht sei, eine Ant­wort Becks auf den Brand­brief der vor­letz­ten Woche von Bür­ger­meis­ter Achim Juchem und Land­rat Dr. Jür­gen Pföh­ler lie­ge offen­bar näm­lich nicht vor. Unver­ständ­lich fin­det es auch der hei­mi­sche CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Wil­helm Josef Sebas­ti­an in die­sem Zusam­men­hang, dass sich Els­ner in die­ser Ange­le­gen­heit aus­ge­rech­net an Rudolf Schar­ping gewandt haben will. Die­ser sei für den hie­si­gen Wahl­kreis nicht zustän­dig und zudem bekann­ter Mas­sen vor eini­gen Jah­ren von Bun­des­kanz­ler Ger­hard Schrö­der als Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter „abge­mei­ert“ wor­den, schließ­lich habe Schar­ping erst kürz­lich erklärt, nicht mehr für den neu­en Bun­des­tag kan­di­die­ren zu wol­len. „Die rich­ti­gen Ansprech­part­ner für Petra Els­ner sind Kurt Beck und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Dr. Peter Struck“, bekräf­tigt Sebas­ti­an. Die­ser berich­tet auch aus Ber­lin, wo es am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag beim Som­mer­fest in der Lan­des­ver­tre­tung Rhein­­land-Pfalz zu einem Auf­ein­an­der­tref­fen von Kurt Beck mit sei­nem Ehren­gast Peter Struck gekom­men sei. „Dabei gab es für unse­ren Minis­ter­prä