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Daten über unsere Gemeinde Aus
dem Haushaltsplan:

Mitglieder
im Gemeinderat Grafschaft

- Schaaf Thomas
Grafschaft-Lantershofen Thonwerkstraße 2
CDU (Fraktionsvorsitzender)
- Armbruster Günther
Grafschaft-Oeverich Rosengarten 5
CDU
- Jahn Rose-Marie
Grafschaft-Bölingen Finkenstraße 14
CDU
- Klodner Hans Alfons
Grafschaft-Ringen Am alten Bahndamm 3
CDU
- Krupp Josef
Grafschaft-Eckendorf Vorstadtstraße 1
CDU
- Manhillen Karl-Heinz
Grafschaft-Bengen GimmigerStraße 26
CDU
- Mattuscheck Leo
Grafschaft-Lantershofen Barbarastraße 14
CDU
- Mertens Albert
Grafschaft-Karweiler Im Wiesenthal 4
CDU
- Palm Anton
Grafschaft-Bölingen Auf der Helten 13
CDU
- Schaaf Roland
Grafschaft-Lantershofen Thonwerkstraße 2
CDU
- Schwarz Reinhard
Grafschaft-Lantershofen Zweibrückenstraße 4
CDU
- Schwarz Regina
Grafschaft-Lantershofen Zweibrückenstraße 4
CDU
- Weil Ludwig
Grafschaft-Vettelhoven Ahrweiler Straße 13
CDU
- Zimmermann Bruno
Grafschaft-Esch Schönbergstraße 54
CDU
- Heeb Mathias
Grafschaft-Nierendorf Bentger Feld 4
DIE GRÜNEN (Fraktionsvorsitzender)
- Heeb-Klöckner
Bernadette
Grafschaft-Nierendorf Bentger Feld 4
DIE GRÜNEN
- Steinheuer Christina
Grafschaft-Oeverich Raiffeisenstraße 2
FDP (Fraktionsvorsitzende)
- Klein Wilfried
Grafschaft-Leimersdorf Am Frohnhof 5
FDP
- Wüst Hartmut
Grafschaft-Karweiler Hostertsweg 5
FDP
- Barth Lothar
Grafschaft-Ringen Holunderweg 11
FWG (Fraktionsvorsitzender)
- Dreyer Wilhelm
Grafschaft-Holzweiler Am Rain 1
FWG
- Horn Richard
Grafschaft-Bengen Bachstraße 10
FWG
- Reuß Wolfgang
Grafschaft-Nierendorf Am Seifen 23
FWG
- Münch Hubert
Grafschaft-Lantershofen Zum Ahrblick 12
SPD (Fraktionsvorsitzender)
- Bach Günter
Grafschaft-Nierendorf Franz-Ellerbrock-Straße 23
SPD
- Klein Udo
Grafschaft-Nierendorf Herrenwiesenring 52
SPD
- Münch Martina
Grafschaft-Lantershofen Zum Ahrblick 12
SPD
- Sebastian Hans-Dieter
Grafschaft-Eckendorf
SPD

Gemeindeverwaltung Grafschaft Gmeindeverwaltung
Grafschaft
Ahrtalstraße 5
53501 Grafschaft-Ringen
Telefon (0 26 41) 8007-0
Fax (0 26 41) 8007-83
eMail info@gemeinde-grafschaft.de
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde Grafschaft: www.gemeinde-grafschaft.de

Die
Gemeinde Grafschaft
Aus der Informationsbroschüre
der Gemeinde "Auf
der Grafschaft", eine Bezeichnung, die ihren Ursprung in der
Geschichte hat. Das Gebiet unserer heutigen Gemeinde Grafschaft wurde
im Volksmund Lange vor der offiziellen Benennung im Jahre 1974 "Grafschaft"
genannt. Abgeleitet ist der Name von der Grafschaft Neuenahr. 
Blick in die alte historische Grafschaft vom Neuenahrer Berg aus.
Vorne Neuenahr, ehemals Wadenheim, Hemmessen und Beul, weiter hinten
Lantershofen und Ringen.

Der "Lange
Köbes" auf dem Neuenahrer Berg, benannt nach Jakob Steinborn,
einem Neuenahrer Original, der stark im Eifelverein engagiert ist.
Seit
dem 12. Jahrhundert besaßen die Grafen von Are im gesamten Ahrgebiet
reiche Güter und große Machtbefugnisse. Nach der Aufteilung
des Gebietes unter zwei Linien dieser Familie, errichtete ein Nachfahre
des Zweiges derer von Are-Nürburg um 1221 die Burg Neuenahr und
benannte nach ihr sein Geschlecht. Zu
dieser Grafschaft gehörten die Dörfer Ramersbach, Wadenheim
mit Beul und Hemmessen (im 19. Jahrhundert zur Gemeinde Neuenahr vereint),
Bengen, Birresdorf, Karweiler, Leimersdorf mit Niederich und Oeverich,
Ringen mit Beller und Bölingen, Fritzdorf, Adendorf, Villip,
Eckendorf, Holzweiler mit Nieder- und Oberesch, Gelsdorf, Ersdorf
mit Großaltendorf, Wormersdorf mit Kleinaltendorf und schließlich,
vom Kerngebiet getrennt, Ramershoven mit Peppenhoven bei Rheinbach.
Als
mit dem Tode des Grafen Wilhelm von Neuenahr um das Jahr 1352 sein
Geschlecht in männlicher Linie ausstarb, kam es zu Erbstreitigkeiten.
Hierdurch litten Land und Leute jahrelang unter Raub und Mord. Schließlich
griff der Erzbischof von Köln ein, eroberte 1372 die Burg Neuenahr
und ließ sie zerstören. Seinen Sieg nutzte er dazu, sich
die Mitherrschaft an der Grafschaft Neuenahr zu sichern.Für
etwa 200 Jahre unterstand jetzt dieses Gebiet zwei Lehnsherren, bis
im Jahre 1546 der Herzog von Jülich, dessen Lehen dieses Gebiet
schon seit 1343 war, wieder von der Grafschaft Besitz ergriff. Seither
blieb sie mit dem Herzogtum Jülich als Amt Neuenahr vereint,
hat aber in ihrem Umfang zu verschiedenen Zeiten Einbußen erlitten. 
Auf dem Neuenahrer
Berg.

Basalt am Bergeshang
und dem Gipfel.
Gelsdorf, das im Jahre 1359 für kurze Zeit sogar Stadtrecht erhalten
hatte, schied als erster Ort im Jahre 1382 aus der Grafschaft Neuenahr
aus. Das Dorf fiel 1558 wieder an das Amt Neuenahr zurück, wurde
aber schließlich 1737 eine freie Reichsherrschaft. Solche Reichsherrschaften,
von denen es im alten Reich mehrere Hundert gab, unterstanden keinem
Lehnsherren, sondern unmittelbar dem deutschen König. Durch einen
Tausch schieden im Jahre 1659 Eckendorf, Adendorf und Villip ebenfalls
aus dem Amt Neuenahr aus und bildeten zwei reichsunmittelbare Herrschaften.
Die Ortschaft Nierendorf gehörte zu dem kleinen Ländchen
Landskron, dessen Mittelpunkt die gleichnamige Burg bei Gimmigen bildete.
Lantershofen war ursprünglich kölnisches Land und später
eine selbständige Herrschaft.Auch
Vettelhoven, fast ganz von der Grafschaft Neuenahr umschlossen, war
ein eigenständiges Territorium. So bestanden also gegen Ende
des 18. Jahrhunderts auf dem Gebiet unserer heutigen Gemeinde neben
dem zum Herzogtum Jülich gehörenden Amt Neuenahr fünf
kleinere Länder. 
Ortseingang Nierendorf,
im Hintergrund Kirche.

Vettelhoven mit
Kapelle.
Alle
diese Herrschaftsgebiete fielen weg, als im Jahre 1794 französische
Kriegsheere unsere Heimat eroberten und besetzt hielten. 1801 wurde
das linke Rheinufer auch völkerrechtlich ein Teil Frankreichs.
Mit einer vollkommen neuen Gebietseinteilung, die keine Rücksicht
auf die alten Zugehörigkeiten nahm, schuf man die Grundlagen
für unsere heutige Verwaltungsgliederung. Die Siege der Verbündeten
in den Jahren 1813/14 befreiten Deutschland von der französischen
Herrschaft. Im November 1814 begann der Wiener Kongreß, der
die territorialen Verhältnisse neu ordnen und einen dauerhaften
Frieden schaffen sollte. Die Rheinlande wurden zum größten
Teil mit Preußen vereinigt. 1816
wurde der Regierungsbezirk Koblenz gegründet, der sich aus sechzehn
Landkreisen zusammensetzte. In unserem Gebiet, das nun zum Kreis Ahrweiler
gehörte, bestanden die in der französischen Besatzungszeit
gebildeten Mairien als Bürgermeistereien zuerst in den alten
Grenzen fort. Im Jahre 1818 fielen die Bürgermeistereien Heimersheim
und Ringen weg. Aus ihnen wurden die Gemeinden Nierendorf, Bengen,
Leimersdorf, Ringen, Lantershofen und Karweiler der Bürgermeisterei
Gelsdorf zugeschlagen. Aus der Bürgermeisterei Mayschoß
kam der Ort Kalenborn hinzu. Die neue Bürgermeisterei Gelsdorf
mit dem Verwaltersitz in Gelsdorf hatte etwa 3.700 Einwohner. 
Altes Verwaltungsbäude
von 1884.

Burg Gelsdorf,
ehemalige Wirtschaftsgebäude. Als
am 27. November 1863 der damalige Bürgermeister Johann Josef
Adam von Gelsdorf nach Ringen übersiedelte, übernahm er
auch die Amtsstube in sein neues Wohnhaus, ein für diese Zwecke
hergerichtetes Privathaus. Endlich, am 19. März 1884, konnte
man das neu erbaute, heute noch bestehende Verwaltungsgebäude
seiner Bestimmung übergeben. Eine
Verfügung des Oberpräsidenten vom 2. März 1936 änderte
schließlich auch den Namen des Amtes von Gelsdorf in Ringen.
Im Rahmen einer Gebietsreform durch das Land Rheinland-Pfalz wurde
mit Wirkung vom 16. März 1974 durch Landesgesetz aus der Verbandsgemeinde
Ringen die neue Gemeinde Grafschaft geschaffen. Der Ort Kalenborn
schied aus und wurde der Verbandsgemeinde Altenahr angegliedert. Aus
den übrigen ehemaligen Gemeinden Bengen, Birresdorf, Eckendorf,
Gelsdorf, Holzweiler, Karweiler, Lantershofen, Leimersdorf, Nierendorf,
Ringen und Vettelhoven wurden jetzt Ortsbezirke der neuen Gemeinde
Grafschaft. 
Einfahrtstraße
zum Technologie- Innovationspark Rheinland von der Autobahn BAB 61
über den Verteilerkreisel.

Innovationspark
Rheinland: Baustellen-Tafel.
Zu
einem Aushängeschild der Gemeinde Grafschaft ist das Gewerbe-und
Industriegebiet in Grafschaft-Gelsdorf geworden. Erreichbar über
die Bundesautobahnen 61 und 565 ist es bestens an das Fernstraßennetz
angeschlossen und mit nationalen und internationalen Firmen besiedelt.
Bisher konnten in Grafschaft-Gelsdorf ca. 1.400 Arbeitsplätze
geschaffen werden.
Einen weiteren Standort zur Ansiedlung von technologieorientierten
Unternehmen weist die Gemeinde zur Zeit nördlich der BAB 61 zwischen
dem Autobahnkreuz Meckenheim und Bad Neuenahr-Ahrweiler aus. Hier
entsteht der 70 ha große Innovationspark Rheinland mit einer
direkten, großräumigen Verkehrsanbindung an die BAB 61.
Für innovationsorientierte Unternehmen werden am Technologiestandort
Grafschaft individuell parzellierbare Grundstücke in einer abwechslungsreich
gestalteten Parklandschaft zur Verfügung gestellt. Der Innovationspark
Rheinland ist eingebunden in eine umfassende städtebauliche Planung.
Eingebettet in bestehende Siedlungsgebiete, werden in der Nähe
des Technologieparkes weitere Wohngebiete entstehen. 
Regenrückhaltebecken am Innovationspark Rheinland. Im Hintergrund
Beller und Ringen mit Kirche.

Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen und Gelände voll erschlossen.
Am
Rande des hochverdichteten Ballungsraumes Köln/Bonn ist die Gemeinde
Grafschaft auch zu einem der attraktivsten Wohnstandorte des Kreises
Ahrweiler geworden. Besonders junge Familien zieht es auf die "Grafschaft".
Hier können die Vorteile einer ländlich strukturierten Gemeinde
in Verbindung mit einer guten Erreichbarkeit der Arbeitsplatzschwerpunkte,
der Versorgungseinrichtungen und der sozialen Infrastruktur genutzt
werden. So
stehen im Gemeindegebiet mehrere Grundschulstandorte, zentrale und
dezentrale Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Vielzahl von Freizeit-
und Sportmöglichkeiten zur Verfügung. Die durchschnittliche
Einwohnerdichte betrug am 30. Juni 2000 193 Einwohner/qkm (Einwohnerzahl
11.127). Im Gemeindegebiet ist der Anteil der entwicklungstragenden
jungen Bevölkerungsschicht zur Gesamtbevölkerung im Vergleich
zum Kreisgebiet sehr hoch. Diese "Verjüngung" der Bevölkerung
ist auf die günstigen Baulandpreise in der Gemeinde Grafschaft
zurückzuführen. Junge Familien aus den Ballungszentren Bonn,
Remagen und Bad Neuenahr-Ahrweiler bringen für die Gemeinde Grafschaft
eine positive Wanderungsbilanz. 
Grundschule
Gelsdorf.

Kindergarten Leimersdorf.
Der hohe Freizeit- und Erholungswert der Gemeinde Grafschaft wird
durch einen Anteil von 2,08 % Nebenwohnsitzen in der Gemeinde bestätigt.
Daß es sich in der Gemeinde Grafschaft gut leben läßt,
beweisen die über 80 Vereine und Verbände. Die großklimatischen
Verhältnisse begünstigen die Gemeinde Grafschaft. Aufgrund
ihrer Randlage zur benachbarten Ahreifel hin liegt die Gemeinde Grafschaft
innerhalb einer klimatisch begünstigten Region im Bereich des
Rheinischen Schiefergebirges. Die mittlere Lufttemperatur beträgt
zwischen 8,5° C bis etwa 9°C, liegt damit um ca. 3° C
höher als im Mittelgebirge. Die mittleren, jährlichen Niederschlagsmengen
liegen mit 620 mm weit unter den Durchschnittswerten des Mittelrheingebietes.
Diese günstigen klimatischen Verhältnisse kommen besonders
der Landwirtschaft zugute. |